Haarentfernung – so wird Ihre Haut glatt und zart

Alles über Haarentfernung, Methoden zur Haarentfernung und deren Vor- und Nachteile

Haarentfernung Laser

Der Laser ist als wirksames Haarentfernungsmittel inzwischen weit verbreitet. Laut ihren Anbietern führen die Laserstrahl-Systeme zu einer dauerhaften Entfernung unerwünschter Körperhaare.

Laser zur Haarentfernung: So funktioniert’s

Zum Entfernen unerwünschter Körperhaare wird der Laser erfolgreich eingesetzt. Das gebündelte Laserlicht (Licht einer bestimmten Wellenlänge) wird von dem farbgebenden Pigment Melanin im Haar absorbiert und in Wärmeenergie umgewandelt, die bis in die Haarwurzel weitergeleitet wird und diese verödet: Die Haarwurzel kann danach kein neues Härchen mehr sprießen lassen. Melaninarme Haare wie weiße, graue, hellblonde oder rote absorbieren das Laserlicht kaum beziehungsweise gar nicht, so dass eine Laserbehandlung in diesen Fällen nicht zur gewünschten Enthaarung führt.

Hinzu kommt der Fakt, dass nur Haare, die sich zum Zeitpunkt der Laserbehandlung in der Wachstumsphase befinden, also etwa 30 Prozent der sichtbaren Härchen, eine feste Verbindung mit der Haarwurzel haben, über die die Energie übertragen werden kann. Deshalb ist eine mehrfache Wiederholung der Laserenthaarung nötig, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Die Wiederholung erfolgt gemäß den natürlichen Haarwachstumszyklen, also etwa alle sechs bis acht Wochen. Nach circa acht Behandlungen kann man eine 90-prozentige Enthaarung der behandelten Körperareale erwarten.

Während der Laser-Haarentfernung  auf ein Sonnenbad verzichten

Allerdings ist die Effizienz der Enthaarung neben der Haarfarbe (Melaningehalt) zum Beispiel auch abhängig von der Hautfarbe. Schließlich sorgt auch in der Haut das Pigment Melanin für den Farbton. Je mehr Melanin in der Haut sitzt, desto dunkler ist der Hautfarbton. Und desto mehr Lichtenergie des Laserstrahls absorbiert die Haut. Das heißt, dass während der Bestrahlung weniger Energie in der Haarwurzel ankommt, so dass diese ineffizient behandelt wird. Um nicht zusätzlich Melanin in der Haut auszubilden, sollte man zum Beispiel auch Sonnenbäder während der Laserenthaarung meiden. Damit die Laserbestrahlung effizient wirkt, ist ein gehöriges Quäntchen Erfahrung nötig – schließlich muss die Stärke und die Wellenlänge des Laserstrahls genau auf die individuelle Beschaffenheit des zu Behandelnden kalibriert werden.

Welche Körperstellen lassen sich mittels Laserlicht enthaaren?

Die Haarentfernung mittels Laser eignet sich für alle Körperstellen von den Achseln, über Brust, Bauch, Beine bis hin zum Intimbereich. Man kann gezielt einzelne Härchen, zum Beispiel im Gesicht oder auf der Brust, oder behaarte Flächen behandeln. Je nach Körperstelle und Empfindsamkeit des Behandelten spürt dieser die bei der Laserbestrahlung entstehende Wärme bei gleichzeitig systematischer Kühlung als leichtes Prickeln, Kribbeln oder Brennen. Die behandelten Hautareale sind unmittelbar nach der Bestrahlung oft leicht gerötet. Die Haut fühlt sich dabei wie nach einem leichten Sonnenbrand an. Auch minimale Pigmentverschiebungen können auftreten. Diese Symptome sollten spätestens nach einigen Tagen verschwinden. Andernfalls oder bei ernsthaften Hautverbrennungen mit Bläschenbildung durch den Laser müssen Sie die Symptome melden.

Nach der Laser-Haarentfernung wachsen die Haare erst einmal weiter

Kurz nach der Behandlung stecken die behandelten Härchen noch in der Haarwurzel fest. Deshalb scheint es, als sei die Haarentfernung nicht von Erfolg gekrönt. Doch keine Sorge: Die Haare fallen in den ersten zwei Wochen, die der Bestrahlung folgen, von selbst aus.

Neuste Lasertechnologien gegen unerwünschte Haare – und was Experten dazu sagen

Neben den Lasersystemen, die als Ziel das Melanin in den Haaren haben, gibt es inzwischen Systeme, sogenannte Super-Hair-Removel-Technologien, kurz SHR, die nicht nur das Melanin sondern auch die Proteine in den Stammzellen der Haarwurzeln aufs Korn nehmen. SHR.Behandlungen sollen laut Hersteller effizienter wirken als reine Lasersysteme. Experten bestätigen das jedoch nicht: „Nach wissenschaftlichem Informationsstand gibt es keine Klarheit darüber, ob diese Systeme eine deutliche Weiterentwicklung darstellen, zumal kurze Wellenlängen schon in den 90er Jahren verfügbar waren“ erklärt Herr Dr. med. Reinhard W. Gansel vom Laser-Medizin-Zentrum Rhein-Ruhr in Essen.

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