Haarentfernung – so wird Ihre Haut glatt und zart

Alles über Haarentfernung, Methoden zur Haarentfernung und deren Vor- und Nachteile

Enthaarungscreme

Wie wirken chemische Haarentfernungsmittel?

Neben den mechanischen (physikalischen) Methoden zur Haarentfernung wie Zupfen, Waxing, Brazilian Waxing oder Rasieren gibt es auch die chemische Haarentfernung mit Hilfe entsprechender Kosmetika: Enthaarungscreme, Enthaarungsmilch, Enthaarungsgel oder Enthaarungsschaum (Enthaarungsmousse).

Haarentfernung: Chemische Enthaarungsmittel lösen das Haar auf

Als haarentfernende Wirkstoffe dienen in den meisten chemischen Enthaarungsprodukten Thioglycolsäure oder Thiomilchsäure. Beide Chemikalien haben die Fähigkeit, die sogenannten Peptidbindungen und Disulfidbrücken des Haarkeratins aufzuspalten. Die Körperhaare verwandeln sich unter Einwirkung der Chemikalien – die Einwirkzeit liegt je nach Produkt meist zwischen drei und zwölf Minuten – zu einer weichen, gallertartigen Masse. Viele Hersteller packen spezielle Schaber zu ihren Haarentfernungsprodukten, mit denen sich die aufgeweichten Haare bequem von der Haut abkratzen lassen. Auch Schwämme oder Körperbürsten sind dafür geeignet.

Haarentfernung: Chemische Enthaarung ist nicht von Dauer

Die Haare werden von einer Haarentfernungscreme direkt auf der Hautoberfläche chemisch umgewandelt, die eigentliche Haarwurzel (sogenanntes Follikel) bleibt dabei unversehrt und kann das Haar weiter wachsen lassen, so dass eine Wiederholung der Haarentfernung nach sieben bis zwölf Tagen ansteht, wenn man auf Dauer haarlos bleiben will. Die Methode der Haarentfernung bezeichnet man als Depilation, da nur der sichtbare Teil der Haare entfernt wird.

Haarentfernung: Enthaarung mit Chemie: Risiken und Nebenwirkungen

Auch wenn die Anwendung chemischer Haarentfernungsmittel einfach, schnell und in der Regel schmerzfrei ist, sei an dieser Stelle vor deren Anwendung gewarnt: Haarentfernungscremes & Co. wirken auf der Haut wie eine chemische Keule! Thioglycol beispielsweise ist wegen seiner Giftigkeit und der Tatsache, dass es häufig über die Haut vom Körper aufgenommen wird, umstritten. Generell sollte man als Verbraucher der Hersteller-Empfehlung folgen, chemische Enthaarungsprodukte an einer kleinen Stelle der Haut zu testen, bevor man sie großflächig zur Enthaarung aufträgt. Fakt ist: Hautunverträglichkeiten sind bei Anwendern chemischer Haarentfernungsmittel keine Seltenheit. Insbesondere die empfindliche Haut in den Achseln oder im Intimbereich reagiert schnell gereizt auf die Chemiekeule: Rötungen, Bläschen oder schmerzhaftes Brennen und Jucken sind Zeichen dafür. Experten weisen immer wieder darauf hin, dass eine Kontaktallergie auch im Nachhinein einer Anwendung von chemischen Enthaarungsmitteln auftreten kann. Jeglicher Kontakt mit Schleimhäuten (Gesicht, Intimbereich) sollte deshalb unbedingt vermieden werden.

Gut zu wissen: Chemisch wirkende Enthaarungsmittel entwickeln während der Anwendung mitunter einen üblen Geruch. Manch Hersteller übertüncht diesen mit wohlriechend(er)en Duftstoffen – die ihrerseits allergische Reaktionen der Haut auslösen können.

Chemische Enthaarung: Auch für Männer!

Lange Zeit galten Enthaarungscremes & Co. als nicht besonders fähig, sprödes, starkes Männerhaar von Brust, Bauch, Bein, Hintern oder gar Penisschaft zu entfernen. Mittlerweile soll es jedoch spezielle Produkte für Männer geben, deren chemische Formel auch dickes Männerhaar knacken kann, versprechen zumindest die Hersteller.

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